Malerdeck verrät uns seine Twitterstrategie.

Herrn Deck, Malermeister aus Karlsruhe, kenne ich aus der virtuellen Welt. Ja, heute lernt man sich schneller auf diesem Wege kennen. Bei Herrn Deck ist mir seine ausdauernde Twittermentalität aufgefallen. Dies habe ich zum Anlass eines Interviews genommen.

Herr Deck, ich finde Ihre Twitterleistung großartig. Sie twittern mit einer leidenschaftlichen Konsequenz, die zu bewundern ist. Wie schaffen Sie das in Ihren voll gestopften Alltag zu integrieren? Und rechnet sich twittern überhaupt? Ganz Konkret: Entspricht Ihre Twitterquote Ihrer Auftragsquote?
Nun, ich stehe schon immer früh auf. Seit ich twittere und blogge, noch etwas früher, um 5 Uhr. So “hole” ich ca. 45 Minuten am Tag für diese Aktivitäten zusätzlich “heraus”. Und tagsüber am Schreibtisch, schreibe ich alle 10 Minuten bis 20 Minuten einen Tweet. Auch das Handy leistet dabei gute Dienste, wenn mir unterwegs etwas auf- oder einfällt, twittere ich das mit dem Handy. Insoweit habe ich das Twittern voll und gut in meinen Arbeitsalltag integriert.

Ob sich  twittern lohnt oder nicht, kann und will ich so nicht beantworten. Das wäre etwa so, als würde ich zum Beispiel gefragt, ob sich das Lesen eines Buches lohnt, ob sich der Besuch eines Konzerts lohnt, ob sich ein Urlaub lohnt und so weiter. Letztlich liegt das immer im Auge des Betrachters und wird ganz individuell gesehen. Durch die Onlineaktivitäten bin ich ganz sicher in eine altersmäßig viel jüngere Zielgruppe eingedrungen und habe dort neue „Duftmarken“ hinterlassen. Ein Schaden kann das nicht sein.

Oft werde ich das von Unternehmerkollegen gefragt, ob und wie sich meine ganzen Ideen und Strategien bei malerdeck „lohnen“. Da ich auch in der Unternehmensberatung unterwegs bin, kenne ich diese Fragen zur Genüge. Gemeint ist damit immer die ultimative Werbeanzeige oder das ultimative Direktwerbeschreiben, das dem fragenden Unternehmer über Nacht tausende von neuen Kunden in seinen Laden spült. Er oder sie glaubt das oft tatsächlich, dass es so etwas gibt.

Dass Erfolg aber immer eine gute Strategie und deren ständige und konsequente Umsetzung voraussetzt, blenden nach meiner Erfahrung  leider viele Unternehmer gerne aus. Man setzt, statt auf Strategie und Konsequenz, lieber auf die ultimative Werbeanzeige. Und ernten kann man eh erst später. Zuerst muss gesät werden, wie beim Bauer, so beim Unternehmer.

Meine bisherige Erfahrungen und mein Ausblick sind: Das Ganze finde ich außerordentlich spannend, unterhaltsam, vor allem aber auch informativ für mich. Umgekehrt kann ich damit meine Botschaften und Interessen anderen vermitteln. Beides klappt, wie ich finde, ganz ausgezeichnet.

Persönlich habe ich durch  twittern schon eine ganze Menge – für mich – sehr wichtiger, gehaltvoller und wertvoller Informationen erhalten. Dabei bin ich aber auch mit einer Menge netter Leute – soweit man das online beurteilen kann – in Kontakt gekommen.

Twittern gehört zu meiner konsequent umgesetzten Strategie. Für mich  persönlich lohnt sich das sehr. Wenn ich nämlich oben nichts hineinwerfe, kann ich unten auch nichts herausholen!

Wir fragen unsere Kunden immer, wie sie auf uns gekommen sind. In den letzten Monaten höre ich dabei ganz verstärkt: “Über´s Internet”.

Ob sich nun ausschließlich durch twittern Aufträge ergeben haben, lässt sich so nicht sagen.

Aber vor ein paar Tagen hat @AmFiD (aus Karlsruhe) folgendes getwittert: “Ich hab zwar momentan nix zu renovieren, aber falls ich was hätte, wäre @malerdeck meine erste Wahl. Schon aus Prinzip. #nurmalso“.

Ahnliche Tweets habe ich aus ganz Deutschland und der Schweiz, die gerne einen Maler wie malerdeck in ihrer Nähe hätten. Diese verursachten “Wellen”, die sich gerade überall aufbauen, werden über kurz oder lang über Karlsruhe und malerdeck in Auftragsform hereinschlagen. Davon bin ich fest überzeugt. Denn durch Twitter & Co. löse ich nachhaltig zusätzliche Mundpropaganda aus.

Können Sie sagen, dass „Twittern“ Sie verändert hat? Und bemerken Sie sonstige Veränderungen in Ihrem Leben?
Mich persönlich hat Twitter nicht verändert.  Verändert hat sich meine Sichtweise und Meinung zu Twitter. Bis vor ca. einem 3/4 Jahr, stand ich Twitter ablehnend gegenüber. Aber das hat sich, wie Sie sehen, komplett geändert. Twitter ist zu einem zusätzlich sehr starken Instrument in meiner  gesamtstrategie geworden. Natürlich ist das Arbeit und Aufwand, der vor Twitter  so nicht war. Und meine Aufmerksamkeit für zu twitternde Themen hat sich natürlich sehr gesteigert.

Was wäre das Leben ohne Twitter?
Ohne Twitter ginge die Welt für mich nicht unter. Twitter ist eine Facette in einem sehr facettenreichen Unternehmerleben. Auch ein Leben ohne Twitter, kann ich mir wieder vorstellen.

Für das Gespräch danke ich Ihnen, Herr Deck, sehr herzlich und wünsche Ihnen beim Twittern die “Wellen”, die für Flut, nämlich Auftragsflut, sorgen. Let’s twitter!

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Ein Kommentar

  1. Hallo, verehrter Herr Deck,
    vielen Dank, dass Sie uns wieder einmal an Ihrem Lebens- und Unternehmererfahrungsschatz teilhaben lassen. Ihr Beitrag enthält wert- und wundervolle Gedanken, die eine mit bestärktem Rücken und der Erkenntnis: “Jawohl, so is es”, zurück lassen. Den Begriff Mundpropaganda für die sozialen Medien zu verwenden, liegt auf der Hand. Schön, dass Sie uns das nochmal vor Augen geführt haben. Aus Ihren Zeilen spricht Vertrauen in das Leben und ins Unternehmertum. Das ist ansteckend.
    Danke dafür. Ihnen noch viele erfolgreiche Unternehmer-Jahre, in denen Sie schaffen können und die Welt zwitschernder Weise an Ihren Erkenntnissen teilhaben lassen.
    Gute Grüße von der BiographinIW

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