Die unendliche Angebotsgeschichte.

So etwas gibt es auch.

Eine interessante Anfrage über eine schlüsselfertige Sanierung eines Einfamilienhauses ereilte mich. Ich arrangierte das erste Treffen zum Chemie- und Interessensabgleich. Die Bauherren legten uns selbst ausgearbeitete Umbaupläne vor und erklärten recht ausführlich ihre Wünsche und Bedürfnisse.

Da wir aufgrund unseres Knows-hows schlüsselfertige Maßnahmen begleiten, dieses Geschäft aber sehr aufwändig ist, schützen wir uns bei einer Angebotsofferte mit einer Angebotspauschale. Wir wiesen auf diese Kosten hin. Es zeigten sich erste Anzeichen, dass die Bauherrschaft das nicht würdigen wollte. Eine etwas längere Bedenkenszeit folgte.

Ich hatte die Sache längst abgehakt, als die Bauherrin mich kontaktierte, ob wir uns das Objekt nun mal in Natura ansehen wollten. Ich steckte erneut unseren Kostenrahmen ab und als sie einwilligte, machten wir einen Ortstermin.

Vertrauenswürdig überreichte uns die Bauherrschaft einen Schlüssel, um die weiteren Gespräche mit den Ausbauhandwerkern während ihres Urlaubes zu koordinieren. Es zeigte sich bei dem Ortstermin, dass sich die Marschrichtung auf ein sehr enges Budget begrenzte. Wir hatten also klare Budgetvorgaben und einen Ausführungsrahmen zwischen einer Minimal- und Maximallösung.

Mit diesen Vorgaben arrangierten wir erste Termine mit dem Installateur. Bei diesem Ortstermin hakte es erneut: Nach unserer Besprechung ließ sich der Haustürschlüssel nicht mehr rumdrehen. Trotz handwerklicher Unterstützung von zwei Technikern an meiner Seite gelang es uns nicht, das Haus ordnungsgemäß abzuschließen. Wir mussten eine Fachfirma beauftragen. Da wir die Bauherrschaft im Urlaub nicht erreichten, handelten wir schließlich im Namen der Bauherrschaft.

Als wir diese Woche telefonierten, wurde mir mitgeteilt, dass die Bauherrschaft Gegenangebote einzelner Gewerke einholte. Sie bremsten uns in der weiteren Angebotserstellung und signalisierte, dass sie ihr Budget damit einhalten würden. Unsere bisherigen Bemühungen konnten wir in die Tonne werfen.

Dabei hatte ich bereits im zweiten Gespräch den Verdacht…manchmal sollten wir uns viel stärker von unserer Intuition leiten lassen. Auf jeden Fall war dieses unendliche Angebotsgeschichte mal wieder ein Lernbeispiel!

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2 Kommentare

  1. Liebe Frau Eberle,

    tja, das ist unser gemeinsames Los, leider. Aber offensichtlich nicht zu ändern. Letzte Woche hatte ich einen ähnlichen Fall. Auch ich hätte beim zweiten Gespräch auf meinen Bauch hören sollen.

    Dafür sagte/schrieb ich dem Herrn aber mehr als sehr deutlich meine Meinung: http://www.malerdeck.de/blog/?p=7180

    Mit farbenfrohen und :-) Grüßen, Ihr Opti-Maler-Partner,
    Werner Deck

  2. heike.eberle sagt:

    Lieber Herr Deck,

    mal sehen, wie wir das künftig meistern :-)

    Herzliche Servicegrüße
    Heike Eberle

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