Doppelt gemobbelt hält besser.

So ein Sprichwort. Aber nicht immer ist das von Vorteil. Wie im folgenden Beispiel.

Vorgestern flog ein mehrseitiger Brief von Kabel Deutschland in den Briefkasten meines Vaters. Ich nahm mich der Sache an. Meldete mich bei der Nummer und lies mich aufklären, was dieses Schreiben überhaupt soll. Denn aus dem Schreiben konnten wir uns keinen Reim machen. Mehrfache Seiten und Erläuterungen.Auf den Punkt gebracht: Kabel Deutschland erhöht seine Preise und bietet seinen Dauerkunden Sonderkonditionen.

Als ich der Dame sagte, was wir jetzt bereits zahlen (nämlich wesentlich mehr als das Angebot ausweist), kam heraus: “Sie haben wohl einen Mehrnutzervertrag und einen Einnutzervertrag.” Ein Vertrag scheint überflüssig. “Dann regeln Sie bitte alles Weitere”, war meine direkte Antwort. Doch ich bekam wieder die Zuständigkeitsantwort einer Konzernmitarbeiterin “Ich bearbeite nur die Mehrnutzer”. “Und jetzt – Sie sitzen doch näher an den Zuständigkeiten bei Kabel Deutschland wie ich!” rief ich ins Telefon. “Ich kann Ihnen nicht weiterhelfen!”

Solche Anti-Service-Antworten erfreuen meine Seele gar nicht. Also nahm ich das Ruder in die Hand: “Haben Sie eine passende Nummer für mich, wo ich anrufen kann?” Die bekam ich und rief  dort direkt an. Leider mit wenig zeitnahem Erfolg. Wieder wurde ich vertröstet, dass sich die Fachabteilung den Fall prüfen muss uns sich bei mir meldet.
Bis jetzt keine Antwort. Ich bin gespannt, wie Kabel Deutschland sich in diesem Falle verhält.

Mir fällt hierzu nur ein: “Doppelt verkabelt macht Manche reicher”.

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4 Kommentare

  1. Hallo, Frau Eberle,
    für einen Freund habe ich mal eine Sache mit Kabel Deutschland geregelt. Das regelte sich erst, als ich einen Einschreibebrief an den Vorstand gesendet habe.
    Wünsche Ihnen viel Erfolg.
    Gute Grüße BiographinIW

  2. Heike Eberle sagt:

    Hallo Frau Wahle,

    keine Antwort bis heute! Sie haben mich schon gewarnt.
    Nach meinem nochmaligen Anruf habe ich nichts erreicht, lediglich der Vermerk, mich an die “Mehrnutzerabteilung” zu wenden.
    Ein Hin- und Her, wie bei den Software-Menschen, die alles auf die Hardware-Menschen schieben.

    Jetzt bleibt nur noch der schriftliche Beschwerdeweg,

    Viele Grüße
    Heike Eberle

  3. Die große Firmen haben alle eine Service-Hotline. Weiter kommt man da meistens nicht, wenn man ein Anliegen hat. Einer der erfolgreichsten Unternehmen der Welt heiß Google und macht es anders. Wenn man in der Suchmaschine einen Begriff ein wenig falsch geschrieben eingibt, z.B. efolg, kommt die Frage Meinten Sie: erfolg Eine deutsche Firma hätte sicher gesagt: efolg kennen wir nicht. Fragen sie woanders nach :-)

    Schöne Grüße und viel Erfolg
    Peter Löwenhagen

  4. heike.eberle sagt:

    Hallo Herr Löwenhagen,

    danke für Ihren Kommentar, der uns aufzeigt, wie unterschiedliche Firmen mit dem “Servicegedanken” umgehen.
    Sich hinter dem Deckmantel zu verschanzen à la: “Wir sind einfach zu groß, um individuell agieren zu können” klingt heutzutage lächerlein bis peinlich.
    Ich wünsche Ihnen alles Gute und behalten Sie sich Ihren einzigartigen Humor,

    herzliche Servicegrüße
    Heike Eberle

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