Lust auf Veränderungen im Alter?

old-peoples-home-63617_640(1)Vor Veränderungen fürchten wir uns, je älter wir werden. Je älter wir werden, desto borstiger werden wir gegen jegliche Art von Veränderungen.Die Veränderungsbereitschaft nimmt rapide ab.Weil das natürlich und menschlich ist, ist es meines Erachtens wichtig, immer wieder die eingelaufenen Trampelpfade zu verlassen und somit bewusst Veränderungen zuzulassen. Das hilft im Alter.

Laufen Sie beispielsweise einen anderen Weg, putzen Sie die Zähne mit links, bringen Sie die beiden Gehirnhälften zum Spielen. Vernetzen Sie Ihre Gehirnhälften immer wieder, damit Sie Ihre Veränderungsbereitschaft erhalten.
Wenn der Körper schlapp macht und wir an unserem geliebten Zuhause festkleben, dann müssen wir das Zuhause an die neuen Lebens-Bedingungen anpassen. Nicht umgekehrt.

Veränderungsbereitschaft ist eine Art Lebensphilosophie. Ich bin dankbar dafür, dass ich jüngst in meinem Kundenkreise ein veränderungsbereites Senioren-Ehepaar kennenlernen durfte.

Als sie mit Ihrem Bauwunsch an uns traten, haben sie unzählige Stunden bereits über ihren Wunsch nachgedacht, miteinander diskutiert und ihren Wunsch immer wieder durch die Gedankenmangel genommen.

Als sie schließlich mit ihrem Bauwunsch an uns traten, war dieser Baugedanke bereits gereift wie ein Camembert.Das Ehepaar war fest entschlossen, sich auf das Alter vorzubereiten. Da sie in einem Mehrfamilienhaus im Obergeschoß wohnten und unzählige Treppenstufen zu laufen haben, war ihr innigster Wunsch, sich das Leben in Form eines Außenaufzugs zu erleichtern. “Es sich im Alter gut gehen lassen, ” so ihr Lebensanspruch im Alter.

Die Idee des Außenliftes haben sie in der Nachbarschaft gesehen und wollten eine ähnliche Lösung. Die Alternative wäre in eine Seniorenresidenz zu ziehen. Doch ein Umzug würde sie in eine fremde Umgebung verfrachten, sie müssten ihre liebgewonnenen Kuschelecken im eigenen Zuhause aufgeben – und das alles bei extrem hohen Kosten. Ist es das wert?

Sicherlich war ihnen bewusst, dass auch ihr Wunschvorhaben nicht gerade billig sei, aber es hätte den Kosten-Charme, dass es sich gegenüber den “Heimkosten” bereits nach einem Jahr amortisieren würde.Im Grunde gäbe es keine Alternative, als zu Hause wohnen zu bleiben. Dem Seniorenpaar war klar, wenn sie zu Hause bleiben, müssten sie ihren Wohn- und Lebensraum ihrer körperlichen Verfassung anpassen. Insofern hat es bei den Senioren schnell Klack gemacht: Die Entscheidung lag auf der Hand.

So wollten sie auch die Maßnahme aus einer Hand abgewickelt haben. Wir übernahmen Bauantrag, Koordination  und Kontrolle aller erforderlichen Handwerker, sowie die Durchführung aller erforderlichen Baumaßnahmen. Sie leisteten sich einen Bau-Generalisten wie uns, der zentral die Umbaumaßnahme managt. Gerade ältere Menschen lieben es gar nicht,  wenn Dinge stocken oder sie auf irgendetwas warten müssen. Und auf Handwerker zu warten, das ist ein Greul. Insofern war es für das Senioren-Ehepaar wichtig und richtig, sich für einen “All-Inklusive-Bauservice” zu entscheiden, um sich alle lästigen Umstände vom Halse zu halten.

Ebenso haben sie sich für dieses “Alles-aus-einer-Hand-Prinzip” entschieden, weil sie auch ahnten, dass sie mit dem behördlichen Krimskrams überfordert wären. Stress wollten sie partout vermeiden. Schließlich haben sie ein ganzes Leben geackert. Sie haben schon oft erfahren, dass beim Bauen nicht immer alles glatt geht, da ist es goldwert, von einer Topfirma begleitet und unterstützt zu werden.

Und wie sich im Nachhinein herausstellte, war diese Entscheidung durchaus klug, denn bereits die Einreichung der Bauunterlagen inklusive  Genehmigungsverfahren warf offene Fragen auf, bei denen das Paar alleine überfordert gewesen wäre. Ebenso war es im Nachhinein hilfreich, dass das Paar eine ortsansässige Firma auswählte, denn die Liftfirma kam von weiter weg. Alles, was die interessierte, war der vereinbarte Termin. Ob alle technischen Voraussetzungen gegeben waren, das interessierte sie aus der Ferne weniger. Für sie zählte nur, dass bei ihnen alles am Schnürchen klappt.

Ohne Zwischenfälle war auch diese Maßnahme nicht durchführbar, so ist oft Improvisation an Ort und Stelle nötig. Unser Bauleiter vor Ort konnte Gott sei Dank die richtigen Schalthebel bewegen, damit letztendlich der Lift zügig aufgestellt werden konnte.

So war es auch sinnvoll, die Reihenfolge der Handwerker zu koordinieren, um Leerläufe und damit unnötige Kosten zu vermeiden.

Und wer hätte das gedacht: Vom ersten Anruf bis zum Abschluss der Maßnahme ging fast ein halbes Jahr ins Land, denn die Baubehörde verzögerte den Baubeginn. Gott sei Dank waren die Senioren zeitig dran, denn wer weiß, was in der Zwischenzeit hätte alles passieren können.

Heute ist das Senioren-Ehepaar froh und glücklich, dass der Lift sie in ihrem Alltag entlastet. Ein richtiger Schritt, um den Lebensabend in der gewohnten Umgebung genießen zu können.

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