Gesunde Führung auch unter Zeitdruck.

Hamsterrad, Druck von außen, Zeitmangel – alles Faktoren, die uns Selbständige sowie Unternehmer auf Trab halten. Vieles im Dienste der Kunden. Im Dienste der Mitarbeiter. Oft bleibt der Chef/in auf der Strecke.

Im Rahmen der gestrigen Veranstaltung “Selbst & ständig” Gesunde Führung auch unter Zeitdruck wurden Lösungsansätze für Handwerksbetriebe gezeigt. Die Veranstaltung fand fand im Rahmen des Projektes der “Zukunftsfähigen Arbeit” statt.

Hier meine Erkenntnisse des Abends:

  • Gesunde Führung fängt mit der gesunden Selbstführung an. Wer sich selbst gut führt, der führt auch andere gut! Wir haben alle in uns ein Thermostat, das manchmal überhitzt ist und dann abschaltet. Die Botschaft des Abends: Achten Sie auf Ihren inneren Temperaturfühler, er ist der Motor Ihrer Gesundheit.
  • Statt sich abzuhetzen, bewusste Steuerung der nächsten Todos & Termine. Körperwahrnehmung ist das Zauberwort. Handwerker arbeiten mit dem Körper, haben aber häufig den Kontakt zu ihrem eigenen Körper verloren, so die Aussage eines Hauptreferenten, Herrn Schmitt. Wer vor einem nächsten Termin ein paar Sekunden inne hält, statt hektisch den nächsten Termin an den vorigen Termin anzuhängen, bringt sich und anderen eine höhere Wertschätzung auf. Wertschätzung sich selbst gegenüber bringt automatisch die Wertschätzung Anderen gegenüber.
  • Ein interessanter Zusammenhang stellt Markus Schmitt zwischen der Überforderung und dem Mangel dar. Wenn Menschen über ein “zu viel an Arbeit” oder “zu großem Zeitdruck” klagen, dann herrscht kein “zuviel”, sondern ein Mangelzustand. Dieser Mangel ist oft nicht sichtbar, er schlummert im Unterbewussten. Wenn Menschen also über Druck klagen, dann kann dahinter ein Mangel an Orientierung, Kontrolle oder Wertschätzung liegen. Schonung als Gegenstrategie des “Zuviels” hilft nicht unbedingt. Nein, Schonung macht sogar noch kränker, so die Meinung des Referenten.

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